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Verkürztes Zungenbändchen: Wie Stillen trotzdem gelingt

Ein verkürztes Zungenbändchen beim Baby kann der Grund dafür sein, dass das Stillen einfach nicht klappen will. Ist das Zungenband zu kurz, ist es für das Baby schwieriger, die Brust richtig zu erfassen und effektiv zu saugen. Das Resultat sind häufig Schmerzen beim Stillen, die für die Mutter auf Dauer sehr belastend werden können.

Hinzu kommt, dass ein Baby mit verkürztem Zungenbändchen unter Umständen nicht genug Milch bekommt und die Gewichtszunahme stagniert. Aber wie erkennt man ein verkürztes Zungenbändchen beim Stillen? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das Stillen? Und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn das Zungenbändchen zu kurz ist? Die Antwort auf all diese Fragen lest ihr hier.

Was ist ein verkürztes Zungenbändchen bei Neugeborenen?

Das Zungenbändchen (lateinisch: Frenulum linguae) ist ein dünner Hautlappen, der unter der Zunge liegt und diese mit dem Mundboden verbindet. Es ist nur dann sichtbar, wenn die Zunge in Richtung Gaumen nach oben gehoben ist.

Im Normalfall ist es so, dass das Zungenbändchen die Funktionalität der Zunge nicht beeinträchtigt. Durch anatomische Besonderheiten kann es jedoch sein, dass das Bändchen von Geburt an kürzer ist als normal und so die Beweglichkeit der Zunge reduziert. Im Fachjargon spricht man hier von einer Ankyloglossie.

Die Zunge hat eine wichtige Funktion, was das Zusammenspiel von verschiedenen Bewegungen wie Saugen, Schlucken und Atmen betrifft. Ist sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, hat das Baby Probleme, effektiv an der Brust zu saugen und zu stillen.

Baby streckt die Zunge heraus

Verkürztes Zungenbändchen: Symptome bei Babys

Für stillende Mamas stellt sich vor allem eine Frage: Woran kann man ein verkürztes Zungenbändchen erkennen? Immerhin kann es viele verschiedene Gründe geben, wenn es mit dem Stillen nicht so recht klappen will.

Hier ist eine Übersicht möglicher Anzeichen, dass ein verkürztes Zungenbändchen das Stillen erschwert:

  • Sehr häufiges Bedürfnis des Babys nach der Brust
  • Sehr lange Stillmahlzeiten
  • Verformte Brustwarzen nach dem Stillen
  • Schmerzen beim Stillen
  • Schwierigkeiten des Babys, längere Zeit an der Brust zu bleiben
  • Baby verschluckt beim Stillen viel Luft und hat in der Folge häufig Bauchschmerzen oder Blähungen beziehungsweise spuckt
  • Mangelnde Gewichtszunahme trotz häufigem Anlegen
  • Sichtbare Unzufriedenheit und Unruhe an der Brust
  • Schnalzende oder klickende Geräusche beim Stillen
  • Milchaustritt aus den Mundwinkeln beim Stillen
  • Keine sichtliche Entleerung der Brust nach dem Stillen
  • Bei notwendiger Zufütterung per Flasche Probleme des Kindes, ausdauernd zu trinken

Man darf allerdings nicht vergessen, dass diese Symptome nicht exklusiv mit einem verkürzten Zungenband beim Stillen in Verbindung gebracht werden können. Sind die Brustwarzen nach dem Stillen verformt, kann das zum Beispiel auch ein Indiz dafür sein, dass die Mutter Schlupf-, Hohl- oder Flachwarzen hat.

Selbst wenn mehrere Symptome in Kombination auftreten, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass ein verkürztes Zungenband das Problem ist. Hierzu bedarf es erst einer Untersuchung durch einen Arzt. Eine Hebamme oder eine Stillberaterin kann eine Ersteinschätzung vornehmen.

Stillen mit verkürztem Zungenbändchen: mögliche Auswirkungen und Probleme

Stillen mit verkürztem Zungenbändchen ist für das Baby schwieriger und für die Mutter schmerzhafter. Die Zungenbeweglichkeit ist entscheidend dafür, dass das Baby effektiv an der Brust saugen kann. Ist das Zungenband zu kurz oder zu weit vorne mit dem Mundboden verwachsen, ist die Zunge zu sehr fixiert und verliert dadurch an Beweglichkeit.

Das Baby kann dann nicht richtig an der Brust der Mutter saugen, weil die Zunge nicht so positioniert werden kann, wie sie eigentlich müsste. Dadurch verliert das Baby beim Stillen immer wieder das Vakuum, das sich rund um den Brustwarzenhof beim Stillen bildet, und muss die Brust loslassen.

Die Stillmahlzeiten werden länger und häufiger, was die Brustwarzen zusätzlich beansprucht. Ein weiteres Problem ist, dass das verkürzte Zungenbändchen das Baby daran hindert, seinen Mund weit genug zu öffnen, um genug Brustgewebe in den Mund zu nehmen. Stattdessen saugt es ausschließlich an der Brustwarze.

In der Folge kommt es beim Stillen mit verkürztem Zungenbändchen häufig zu wunden Brustwarzen oder sogar blutigen Brustwarzen. Auch Probleme wie Milchstau oder Mastitis können auftreten, weil die Brust beim Stillen nie richtig geleert wird.

Darüber hinaus kann ein verkürztes Zungenbändchen beim Stillen dazu führen, dass das Baby nicht genug Milch bekommt und untypisch wenig an Gewicht gewinnt. Die Tatsache, dass die Brust nicht richtig leer wird bei den Stillmahlzeiten kann zudem dazu führen, dass der Körper die Milchproduktion zurückführt und die Mutter plötzlich zu wenig Muttermilch für ihr Kleines hat.

Ein Baby mit Verdacht auf ein verkürztes Zungenbändchen

Verkürztes Zungenbändchen beim Stillen: So sieht die Behandlung aus

Auch wenn man als Mama die oben genannten Anzeichen auf ein verkürztes Zungenbändchen beim Stillen bei seinem Baby beobachtet, ist es wichtig, den Verdacht von einer Hebamme oder Stillberaterin bestätigen zu lassen. Bei einer Stillberatung kann ein verkürztes Zungenbändchen entweder ausgeschlossen oder als tatsächliche Ursache der Stillprobleme festgestellt werden.

Hebammen oder Stillberaterinnen können dir verschiedene Techniken zum Anlegen deines Babys zeigen, die die mangelnde Beweglichkeit der Zunge ausgleichen. Sollte das nicht funktionieren, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Nach der Überweisung an einen Kinderarzt kann eine der folgenden Vorgehensweisen gewählt werden:

  • Durchtrennung des Zungenbändchens (Frenotomie) durch einen operativen
  • Eingriff per Skalpell, Laser oder Schere
  • Passende Übungen zum Trainieren der Beweglichkeit der Zunge

Hinsichtlich einer Durchtrennung des Bändchens gibt es in Deutschland allerdings keinen Konsens unter den Experten, wie der Eingriff am besten durchzuführen ist beziehungsweise wann eine Frenotomie gerechtfertigt ist. Auch in Bezug auf die notwendige Nachsorge besteht Uneinigkeit.

Wichtig ist auch zu wissen, dass eine Frenotomie allein nicht ausreicht, um die bestehenden Stillprobleme zu lösen. Nach dem Eingriff bedarf es einer eingehenden Nachbetreuung von Mutter und Kind, da das Baby erst einmal lernen muss, richtig an der Brust zu trinken.

Tipps für erfolgreiches Stillen trotz verkürztem Zungenbändchen

Stillen mit verkürztem Zungenbändchen ist schwieriger, da die Zunge aufgrund der eingeschränkten Beweglichkeit ihre Funktion beim Saugen und Schlucken nicht ausreichend erfüllen kann. Die folgenden Tipps können helfen, trotz Ankyloglossie zu stillen und ein vorzeitiges Abstillen zu verhindern:

  • Gutes Stillmanagement etablieren: Ein gutes Stillmanagement hilft bei vielen Stillproblemen, so auch bei einem verkürzten Zungenbändchen. Da Babys mit Ankyloglossie weniger effektiv trinken, müssen sie öfter angelegt und gestillt werden. Außerdem ist es ratsam, die Brust zusätzlich per Hand oder mithilfe einer Milchpumpe zu entleeren, um die Milchproduktion anzukurbeln und im späteren Verlauf der Stillbeziehung aufrechtzuerhalten.
  • Silberhütchen verwenden: Um wunden Brustwarzen und damit verbundenen Schmerzen beim Stillen vorzubeugen, empfiehlt sich die Verwendung von Silberhütchen. Silberhütchen sollten in keiner Erstausstattung zum Stillen fehlen, da sie die Brustwarzen zwischen den Stillmahlzeiten vor Reibung und Druck schützen und die natürliche Wundheilung fördern.
  • Baby gezielt positionieren und anlegen: Je nachdem, wie stark die Zungenfunktion eingeschränkt ist, können bestimmte Stillpositionen und Anlegetechniken (z. B. asymmetrisches Anlegen) dafür sorgen, dass das Baby etwas besser trinken kann. Hebammen und Stillberaterinnen können hier helfen.
  • Sehr viel Geduld haben: Ein verkürztes Zungenbändchen beim Stillen erfordert vor allem eins, viel Geduld. Auch wenn die Stillmahlzeiten sehr lange dauern, ist es wichtig, nicht die Geduld zu verlieren und dem Baby so viel Zeit an der Brust zu geben, wie es eben braucht.
  • Brustmassage vor dem Stillen: Frauen, die ein Baby mit verkürztem Zungenband stillen, können vor der Stillmahlzeit eine Brustmassage durchführen, damit der Milchspendereflex besser ausgelöst wird. Dadurch wird das Stillen für das Baby leichter.
  • Bei Bedarf zufüttern: Wenn die Anzahl der nassen Windeln und die Gewichtszunahme des Babys darauf schließen lassen, dass das Neugeborene durch das Stillen nicht ausreichend versorgt wird, sollte zugefüttert werden. Um die Trinkfähigkeit des Babys an der Brust nicht noch weiter einzuschränken, sollte auf Flaschenfütterung verzichtet werden. Stattdessen empfehlen sich alternative Zufütterungsmethoden per Becher, Löffel, Spritze oder Brusternährungsset.
  • Professionelle Beratung und Unterstützung einholen: Aufgrund der erschwerten Bedingungen für das Stillen sollten Eltern von Kindern mit Ankyloglossie rechtzeitig eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Im Zuge der Beratung können wichtige Fragen geklärt werden, um sicherzustellen, dass das Baby trotz verkürztem Zungenbändchen beim Stillen ausreichend mit Muttermilch versorgt wird.

Ein verkürztes Zungenbändchen beim Stillen muss kein Problem sein

Ein verkürztes Zungenbändchen kann beim Stillen unter anderem zu wunden Brustwarzen führen. Stillkinder mit Ankyloglossie trinken häufig bedeutend länger an der Brust und haben sichtliche Schwierigkeiten, die Brust der Mutter zu erfassen, anzudocken und dann das Vakuum beim Stillen aufrechtzuerhalten. In der Folge fließt beim Stillen weniger Milch als normal.

Aber heißt das jetzt, dass Stillen mit verkürztem Zungenbändchen nicht möglich ist? Ganz im Gegenteil. Mit speziellen Anlegetechniken, unterstützenden Maßnahmen wie Brustmassagen und einem guten Stillmanagement kann das Stillen trotz kurzem Zungenband gelingen. Eine Frenotomie, also eine chirurgische Durchtrennung des Zungenbandes, ist nicht immer notwendig.

Verkürztes Zungenbändchen: Wie Stillen trotzdem gelingt

2023-10-18 12:00:00
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