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Abszess in der Brust beim Stillen: Symptome, Ursachen und Behandlung

Ein Brustabszess beim Stillen kommt im Vergleich zu anderen Stillproblemen wie wunden Brustwarzen relativ selten vor. In den ersten Wochen nach der Geburt ist das Risiko am höchsten. Aber auch Wochen oder Monate, nachdem das Stillen erfolgreich etabliert worden ist, kann sich ein Abszess bilden.

Bei einem Brustabszess handelt es sich um eine mit Eiter gefüllte Kapsel im Brustgewebe, die durch absterbende Zellen entsteht. Tritt die Abkapselung während der Stillzeit auf, spricht man im Fachjargon von einem puerperalen Abszess.

Welche Ursachen führen dazu, dass sich ein Brustabszess beim Stillen bildet? Welche Symptome sollten stillende Mamas kennen, die auf einen Abszess in der Brust beim Stillen hindeuten können? Und wie wird ein Brustabszess behandelt?

Brustabszess beim Stillen: Symptome, auf die du achten solltest

Ein Abszess ist eine ernstzunehmende Erkrankung der Brust. Daher sollte jede stillende Mama die Symptome kennen, um im Ernstfall möglichst schnell reagieren zu können. Mögliche Anzeichen dafür, dass sich ein Abszess in der Brust vom Stillen gebildet hat, sind:

  • Knotenartige Stelle in der Brust, die sich auch nach dem Stillen noch genauso anfühlt wie davor
  • Lokale Anzeichen einer Entzündung (Rötung, Wärmebildung und Schwellung)
  • Zunehmende Schmerzen beim Stillen und anhaltender Druckschmerz in der Brust
  • Fieber und Abgeschlagenheit
  • Lokale Verfärbung der Haut

Viele Mamas fragen sich, wann es an der Zeit ist, einen Arzt aufzusuchen. Die Antwort darauf lautet: Sobald du den Verdacht hast, dass sich ein Brustabszess beim Stillen gebildet hat, solltest du medizinische Hilfe suchen.

Das gilt vor allem auch deswegen, weil ein Knoten in der Brust immer abgeklärt werden sollte, damit sich nicht unbemerkt Brustkrebs in der Stillzeit entwickelt. Der erste Ansprechpartner ist dein Frauenarzt beziehungsweise deine Frauenärztin. Er oder sie wird dich nach der Diagnose entsprechend weiterverweisen.

Ursachen für einen Brustabszess beim Stillen

Einem Brustabszess beim Stillen geht häufig eine Brustentzündung voraus, die nicht ausreichend oder falsch behandelt wurde. Im Schnitt kommt es in etwa vier bis elf Prozent der Mastitisfälle anschließend zu einem Brustabszess. Daher können viele Ursachen einer Brustentzündung auch einem puerperalen Abszess zugrunde liegen. Dazu gehört vor allem eine bakterielle Infektion der Brust.

Daneben gibt es aber noch weitere Risikofaktoren für einen Brustabszess:

  • Wunde Brustwarzen: Wunde Brustwarzen, die eventuell auch schon aufgerissen sind und bluten, erhöhen das Risiko der Abszessbildung.
  • Zu schnelles Abstillen: Zu schnelles Abstillen, bei dem der Körper keine Zeit hat, die Milchmenge kontinuierlich zu verringern, kann ebenfalls zu einem Brustabszess führen.

Abszess in der Brust beim Stillen: Behandlung und Schmerzlinderung

Die Diagnose ist bei einem Brustabszess vom Stillen recht schnell gestellt. Dazu wird dein Arzt in der Regel einen Ultraschall der betroffenen Brust machen. Danach kann auch direkt die Behandlung beginnen. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören:

  • Abszesspunktion: Hier wird der Brustabszess zunächst per Ultraschall lokalisiert und sein genauer Umriss abgebildet, bevor er punktiert wird, um den Eiter zu entfernen. In der Regel braucht es keine Narkose und das Punktieren kann ambulant durchgeführt werden. Meistens wird mehrmals punktiert, um den Abszess vollständig auszutrocknen.
  • Abszesseröffnung: Eine zweite mögliche Behandlungsmethode für Brustabszesse beim Stillen ist die Abszesseröffnung. Dabei wird die Haut unter einer Lokalanästhesie oder unter Vollnarkose mit einem Skalpell aufgeschnitten, damit der Eiter abfließen kann. Bei Bedarf wird zusätzlich eine Drainage gelegt. Ein chirurgischer Eingriff wird häufig dann notwendig, wenn der Abszess sehr groß oder mehrfach in sich selbst abgekapselt ist, sodass eine Punktion nicht erfolgreich durchgeführt werden kann.
  • Einsatz von Antibiotika: In der Regel wird zusätzlich zur Punktion oder zum chirurgischen Eingriff ein Antibiotikum verschrieben, das zur Bekämpfung der für die Entzündung verantwortlichen Bakterien zuständig ist. Das Antibiotikum kann entweder intravenös gegeben oder über den Mund eingenommen werden. Hier ist allerdings zu beachten, dass ein für die Stillzeit geeignetes Medikament gewählt werden muss.
  • Kohlblätter, Quarkwickel oder Kühlpads: Um dir bis zum Anschlagen der anderen Therapiemaßnahmen Linderung zu verschaffen, kannst du deine Brust kühlen. Das geht entweder mithilfe von Hausmitteln wie Quarkwickeln oder Kohlblättern oder mit kühlenden Brustgelkissen. Allerdings solltest du beachten, dass Kälte kurz vor dem Stillen den Milchfluss beeinträchtigen kann. Vor der nächsten Stillmahlzeit solltest du deine Brust also wieder kurz erwärmen.
  • Stillverträgliche Schmerzmittel: Wenn es gar nicht anders geht, kannst du während des Heilungsprozesses auch auf Schmerzmittel zurückgreifen. Viele Medikamente wie Ibuprofen und Paracetamol sind auch für die Stillzeit geeignet.

Abszess in der Brust: stillen oder nicht?

Was du dir zum Thema Brustabszess in der Stillzeit unbedingt merken solltest, ist, dass in der Regel kein Abstillen notwendig ist. Da der Abszess vom restlichen Brustgewebe abgekapselt ist, kann der Eiter nicht in die Milchgänge kommen. Deswegen besteht kein Risiko für dein Baby, wenn du trotz Abszess in der Brust weiterhin stillst. Das gilt auch für die Brust, in der der Abszess sitzt.

Experten sprechen sich dafür aus, wenn möglich, auch trotz Abszess in der Brust zu stillen. Tatsächlich ist es so, dass ein Abstillen eher weitere Probleme verursacht. Wird die Brust während des Abstillens nicht richtig geleert, kommt es zu einem Milchstau, was die Situation für die Mutter nur noch schlimmer macht.

Die einzige Ausnahme sind Fälle, in denen ein chirurgischer Eingriff zum Entfernen des Abszesses notwendig ist und der Schnitt sehr nah an der Brustwarze liegt. Um Probleme bei der Heilung der Wunde zu vermeiden, muss unter Umständen vorübergehend an der betroffenen Brust abgestillt werden. Trotzdem sollte die Brust weiterhin (möglichst per Hand) entleert werden.

Wenn du dir bereits vor dem Eingriff sicher bist, dass du danach noch weiter stillen willst, solltest du beim Vorgespräch den Arzt darum bitten, dass er besonders darauf achtet, das zum Stillen notwendige Gewebe nicht zu beschädigen.

Das Wichtigste zum Thema Brustabszess beim Stillen auf einen Blick

Ein Brustabszess beim Stillen entwickelt sich häufig infolge einer nicht richtig behandelten bakteriellen Brustentzündung. Dabei handelt es sich um eine verkapselte Ansammlung von Eiter im Brustgewebe, die mit Schwellungen, Rötungen und starken Schmerzen beim Stillen einhergehen kann. Daher solltest du bei Verdacht auf einen Abszess immer direkt zum Arzt gehen.

Wichtig zu wissen ist: Auch mit einem Abszess in der Brust ist Stillen weiterhin möglich. Da der Eiter im Abszess eingeschlossen ist, kann dieser nicht in die Milchgänge gelangen und sich auch nicht mit deiner Muttermilch mischen. Für dein Kind besteht also keine Gefahr - auch nicht, wenn du es an der betroffenen Brust anlegst.

Abszess in der Brust beim Stillen: Symptome, Ursachen und Behandlung

2023-11-15 12:00:00
Abszess in der Brust beim Stillen: Symptome, Ursachen und Behandlung - Abszess in der Brust beim Stillen: Das solltest du wissen!

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