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Nahrungsergänzungsmittel in der Stillzeit: Was ist wirklich notwendig?

Lieber auf Nummer sicher gehen und die eigene Muttermilch noch mit ein paar zusätzlichen Nährstoffen anreichern. Dieser Gedanke kommt vielen Müttern in der Stillzeit. Schließlich soll das Kleine optimal mit allem versorgt werden, was es für eine gesunde Entwicklung braucht.

Nicht selten folgt dann der Griff zu Nahrungsergänzungsmitteln für die Stillzeit, die verschiedene Hersteller speziell für stillende Mamas anbieten. Aber ist eine zusätzliche Nahrungsergänzung beim Stillen überhaupt notwendig beziehungsweise sinnvoll? Reicht eine ausgewogene Ernährung nicht aus, um den Nährstoffbedarf von sowohl Mutter als auch Baby zu decken? Und welche Nahrungsergänzungsmittel für die Stillzeit kommen überhaupt in Frage?

Wir haben für dich recherchiert, was als Ergänzung beim Stillen wirklich notwendig ist und worauf du getrost verzichten kannst.

Erhöhter Nährstoffbedarf in der Stillzeit für die Milchbildung

Während der Stillzeit braucht dein Körper nicht nur mehr Energie, um ausreichend Muttermilch für dein Kleines zu produzieren, sondern hat auch einen höheren Bedarf an bestimmten Nährstoffen.

Die meisten Grundnährstoffe sind ernährungsunabhängig in der Muttermilch vorhanden, während andere durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung in der Stillzeit gesondert aufgenommen werden müssen. Dazu zählen vor allem die folgenden Vitamine und Mineralstoffe:

  • Jod
  • Selen
  • Fluorid
  • Mangan
  • Vitamin A
  • Vitamin B2
  • Vitamin B6
  • Vitamin B12
  • Pantothensäure

Daneben gibt es verschiedene Nährstoffe, die für dich als stillende Mama wichtig sind. Dass Mütter, die ihr Kind stillen, auf eine ausreichende Eiweißzufuhr achten müssen, ist weitreichend bekannt. Aber auch auf eine ausreichende Aufnahme der folgenden Mikronährstoffe solltest du während der Stillzeit besonders achten:

  • Calcium
  • Eisen
  • Jod
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Zink
  • Vitamine A, E, B1, B2, Niacin, B6, Folat, B12 und C

Sind Nahrungsergänzungsmittel in der Stillzeit wichtig?

Da es nicht einfach ist, nachzuvollziehen, ob die gewählte Ernährung tatsächlich den erhöhten Bedarf an diesen Nährstoffen deckt, fragen sich viele stillende Mamas, ob sie nicht lieber vorsorglich zu Nahrungsergänzungsmitteln für die Stillzeit greifen sollen. Die Einnahme von Supplementen ist jedoch nicht unbedingt empfehlenswert.

Die Verbraucherzentrale Hamburg schreibt dazu: “Eine generelle Einnahme von anderen Nahrungsergänzungsmitteln [außer Jod] wird nicht empfohlen und ist meistens überflüssig.” Als Begründung gibt die Verbraucherzentrale an, dass Kombipräparate häufig überdosiert seien und im schlechtesten Fall sogar negative Auswirkungen haben könnten. Eine Ausnahme stellt hier Jod dar (dazu mehr im nächsten Abschnitt).

Für jede andere Form der Nahrungsergänzung beim Stillen gilt: Die Einnahme sollte vorab mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Welche Nahrungsergänzungsmittel in der Stillzeit?

Wie gesagt, solltest du dich an deinen Arzt wenden, um zu besprechen, ob du spezielle Nahrungsergänzungsmittel für die Stillzeit einnehmen solltest. Zu den Nahrungsergänzungen, die am häufigsten beim Stillen zum Einsatz kommen, zählen:

  • Jod: Eine zusätzliche Jodzufuhr ist bereits während der Schwangerschaft empfohlen und die Empfehlung erstreckt sich auch auf die Stillzeit. Wegen der erhöhten Stoffwechselaktivitäten des Körpers während des Stillens steigt der Jodbedarf an. Ebenso wie Schwangere sollten stillende Mütter nach Absprache mit ihrem behandelnden Arzt täglich zwischen 100 und 150 Mikrogramm Jod in Form von Tabletten einnehmen.
  • Eisen: Da Frauen häufig unter Eisenmangel leiden und in der Stillzeit der Eisenbedarf erhöht ist, kann die Einnahme von Eisen-Supplementen in dieser Zeit empfehlenswert sein. Allerdings nur, wenn bei dir ein tatsächlicher Eisenmangel diagnostiziert wurde.
  • Vitamin B12: Das Vitamin B12 ist wichtig für die Bildung von Blutzellen und Nervenhüllen sowie für den Energiestoffwechsel. Wenn du dich vegetarisch oder vegan ernährst, solltest du unbedingt deinen Vitamin B12-Haushalt überprüfen lassen und gegebenenfalls während der Stillzeit mit Supplements nachhelfen, um den erhöhten Bedarf zu decken.
  • Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren wie Docosahexaensäure (DHA) sind unter anderem wichtig für den Stoffwechsel und die Hormonproduktion. Eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in der Stillzeit ist allerdings nur dann notwendig, wenn du keinen Fisch isst. Allerdings solltest du dich auch hier mit deinem Arzt absprechen.
  • Calcium: Bei einer normalen Ernährung kann der erhöhte Bedarf an Calcium während der Schwangerschaft durch den Konsum von Milch und Milchprodukten gedeckt werden. Bei einer veganen Ernährung kann eine zusätzliche Supplementierung notwendig sein - nach vorheriger ärztlicher Absprache.

Übrigens: Nicht nur für stillende Mamas können Nahrungsergänzungsmittel in der Stillzeit sinnvoll sein. Auch Babys brauchen in den ersten Lebensmonaten eine zusätzliche Dosis bestimmter Nährstoffe:

  • Vitamin D: Ein Mangel an Vitamin D kann unter anderem zu Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit und zu einer Verformung der Knochen (auch bekannt als Rachitis) führen. Da Säuglinge in der Regel nicht genug Zeit im Freien verbringen, um ausreichend Vitamin D über die Haut zu produzieren, wird empfohlen, Säuglingen eine tägliche Vitamin-D-Supplementierung zu geben. Die Supplementierung wird bis in den zweiten Sommer empfohlen, den das Kind erlebt.
  • Vitamin K: Neben Vitamin D ist auch eine Supplementierung von Vitamin K bei Neugeborenen empfohlen. Vitamin K ist essentiell für die Blutgerinnung und wird normalerweise sowohl über die Nahrung aufgenommen als auch von den Bakterien im Darm produziert. Vor allem in den ersten Tagen nach der Geburt funktioniert die körpereigene Vitamin-K-Produktion allerdings noch nicht richtig. Um einem Mangel vorzubeugen, bekommen Säuglinge daher dreimal einen Vitamin-K-Zusatz, den ersten direkt nach der Geburt.

Natürliche Nahrungsergänzung beim Stillen

Neben den in Apotheken, Drogerien und Supermärkten erhältlichen Nahrungsergänzungsmitteln für die Stillzeit gibt es noch eine Reihe natürlicher Nahrungsergänzungen, die Mamas in dieser besonderen Zeit unterstützen können. Konkret geht es dabei um Kräuter, die bei der Förderung der Milchproduktion helfen. Dazu gehören:

  • Bockshornklee: Die Gewürz- und Heilpflanze gilt nicht nur als milchbildungsfördernd, sondern hat darüber hinaus noch zahlreiche weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften.
  • Anis, Fenchel, Kümmel: Auch Fenchel, Kümmel und Anis wird eine milchbildende Wirkung zugeschrieben. Zwar gibt es bislang keine wissenschaftlichen Belege, aber die Wirkung wird meist mit Erfahrungswerten untermauert.

Die oben aufgeführten Kräuter sind in vielen Stilltees enthalten. Um die Milchproduktion anzukurbeln, trinken stillende Mamas zwei bis drei Tassen täglich. Gleichzeitig hilft Stilltee dabei, in der Stillzeit genug zu trinken.

Nahrungsergänzungsmittel in der Stillzeit: Das Wichtigste auf einen Blick

Wie lässt sich jetzt also die Frage beantworten, welche Nahrungsergänzungsmittel für die Stillzeit notwendig sind und welche nicht? Hier ist das Wichtigste zum Thema noch einmal zusammengefasst:

  • Der erhöhte Nährstoffbedarf von stillenden Mamas kann in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung und eine sorgfältige Auswahl der Lebensmittel gedeckt werden.
  • Die Einnahme zusätzlicher Supplemente ist daher in den meisten Fällen unnötig - und kann bei zu hoch dosierten Kombinationspräparaten sogar schädlich sein.
  • Bei bestimmten Ernährungsformen und -einschränkungen kann eine Supplementierung zur Prävention von Mangelerscheinungen notwendig sein (z. B. Omega-3-Fettsäuren, Eisen und Vitamin B12).
  • Eine Nahrungsergänzung beim Stillen sollte vorher mit dem Arzt abgesprochen werden. Allen stillenden Müttern wird die tägliche Einnahme von Jodtabletten empfohlen.
Verwendete Quellen

Nahrungsergänzungsmittel in der Stillzeit: Was ist wirklich notwendig?

2023-05-24 12:00:00
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